Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen an die Nuklearmedizin

Sie befinden sich hier:

Was ist Nuklearmedizin?

Die Nuklearmedizin ist ein Fachgebiet der Medizin, das radioaktive Arzneimittel zur Diagnostik und Therapie einsetzt.

In der Diagnostik werden die radioaktiven Arzneimittel häufig dazu verwendet, die Funktion eines Organs zu prüfen bzw. innerhalb des Organs gut oder schlecht funktionierende Abschnitte bildlich darzustellen. Dazu bekommt der Patient eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz verabreicht (häufig in eine Vene oder in Kombination mit Nahrungsmitteln), die sich dann innerhalb einer gewissen Zeit im Körper verteilt und sich für einige Stunden spezifisch im darzustellenden Organ anreichert. Die Zeit zwischen Verabreichung und der dann folgenden Szintigraphie (fotographische Sichtbarmachung der Verteilung der Radioaktivität) ist sehr variabel. Beispielsweise kann die Lungendurchblutung unmittelbar nach Gabe des Mittels untersucht werden, während Untersuchungen zu komplexen Zell- und Organsystemen, wie z.B. den roten Blutkörperchen, bis zu vier Wochen in Anspruch nehmen. Die überwiegende Zahl der Untersuchungen kann jedoch innerhalb weniger Stunden durchgeführt werden.

Die Strahlenbelastung in der nuklearmedizinischen Diagnostik liegt im Regelfall unter der einer vergleichbaren röntgenologischen Untersuchung. Anders als bei Röntgenkontrastmittel, wo im Regelfall mehrere (100) Gramm Arzneimittel verabfolgt werden, sind die nuklearmedizinisch eingesetzten Mengen im Regelfall im 1000stel Grammbereich, nicht pharmakologisch wirksam und daher auch nicht mit der Gefahr von Allergien und unerwünschten Nebenwirkungen behaftet. Praktisch bedeutet das, dass Sie die Untersuchung selbst nicht spüren.

Die Szintigraphie (Aufnahme) wird mit einer speziellen Kamera durchgeführt. Das Gerät berührt Sie nicht und die Aufnahmezeit beträgt einige Minuten bis zu 45 min, je nach Untersuchungsart. Sofern besondere Vorbereitungen erforderlich sind (Medikamente, nüchtern) finden Sie dies in der jeweiligen Untersuchungsbeschreibung und auch in unserem Leistungsspektrum.
Bei der nuklearmedizinischen Therapie wird eine andere Strahlungsart verwendet. Diese ist energiereicher, besitzt jedoch nur eine kurze Reichweite. Sie wird dazu benutzt, bösartige Tumore, aber auch gutartige Überfunktionen der Schilddrüse zu behandeln. Die häufigste nuklearmedizinische Therapie ist die Radiojodtherapie der Schilddrüse. Auch bei den Therapien ist die verwendete Menge an radioaktivem Arzneimittel sehr gering, sodaß auch hier Allergien praktisch unbekannt sind. Auch eine "Jodallergie" ist unproblematisch.

Die in Deutschland sehr strenge Strahlenschutzgesetzgebung fordert bei der Mehrzahl der  Therapien die Unterbringung auf einer nuklearmedizinischen Therapiestation, dies insbesondere auch deswegen, weil die ausgeschiedene Radioaktivität gesammelt werden muss.

Häufig gestellte Fragen zur Radiojodtherapie

Wer klärt mich über mögliche Risiken der Radioiodtherapie auf?

Um Sie ausführlich über die anstehende Therapie aufzuklären, ist für Patienten mit gutartigenSchilddrüsenerkrankungen ein Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt am letzten Tag desRadioiodtests fest eingeplant. Bitte lesen Sie bis dahin diese Patienteninformation und den ggf.zusätzlich ausgehändigten Aufklärungsbogen sorgfältig durch. Für die Vorstellung in unsererSprechstunde benötigen Sie einen ambulanten Überweisungsschein von ihrem Hausarzt.

Was ist ein Radioiodtest und warum ist er für mich wichtig?

Der Radioiodtest ist ein mehrtägiges ambulantes Testverfahren. Durch die einmalige Einnahme
einer Kapsel mit geringen Mengen radioaktiven Iod-131 werden Werte wie die Größe und
Speicherfähigkeit der Schilddrüse bestimmt. Dieses Verfahren ist in Deutschland gesetzlich
vorgeschrieben, um Ihre individuelle Therapiedosis zu finden. Bitte kommen Sie nach Terminvereinbarung
nüchtern in unsere Ambulanz. Nach einer ersten Messung können Sie 2 Stunden
nach der Kapseleinnahme wieder gehen. Die Messung wird nach 24 Stunden wiederholt, wobei
auch eine Bildgebung der Schilddrüse auf Basis der Radioaktivität der Kapsel vom Vortag erfolgt.
Nach 48 und 72 Stunden wiederholen wir die Messung ambulant, dabei müssen Sie nicht
nüchtern sein. Nach 72 Stunden findet nach der letzten Messung das Abschlussgespräch und die
Aufklärung über die Radioiodtherapie statt. Die vier Messzeitpunkte sind notwendig, um für Sie
ihre individuell notwendige Aktivitätsdosis für die Radioiodtherapie zu bestimmen.

Wo finde ich die nuklearmedizinische Ambulanz und die Therapiestation?

Der Radioiodtest findet in der Ambulanz der Nuklearmedizin an allen drei Standorten der Charité
(Campus Mitte, Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin) statt. Die Radioiodtherapie
wird auf der Station 60 des CVK erfolgen.

Wie funktioniert die Radioiodtherapie eigentlich?

Für die Radioiodtherapie nehmen Sie einmalig eine kleine Kapsel mit wenigen Milliardstel Gramm
des Iodisotops Iod-131 zu sich. Diese ist auch für Patienten mit einer Iodallergie gut verträglich.
Das Iod wird in die Schilddrüse aufgenommen und erwirkt dort eine Korrektur der Überfunktion
oder Größenreduktion der Schilddrüse. Jeden Morgen wird an einem Messplatz auf Station
gemessen, wieviel der verabreichten Radioaktivität sich noch in der Schilddrüse befindet. Die
Entlassung ist frühestens nach 48 Stunden sowie nach Erreichen eines gesetzlich festgelegten
Grenzwertes möglich.

Wie sieht der praktische Ablauf am Aufnahmetag aus?

Am Aufnahmetag kommen Sie bitte um 8:00 Uhr mit einer von Ihrem Hausarzt ausgestellten
Einweisung zur stationären Radioiodtherapie auf die Station 60. Zusätzlich benötigen Sie eine
Kostenübernahme Ihrer Krankenkasse (entfällt bei PKV). Sie müssen dabei nicht nüchtern sein.
Ihre erste Anlaufstelle ist die Anmeldung welche sich direkt auf der Station befindet. Bringen Sie
bitte ihre Versichertenkarte und die Einweisung mit. Der Stationsarzt führt danach ein
Aufnahmegespräch und eine Untersuchung durch und wird falls notwendig eine Blutprobe abnehmen.
Ein Mitarbeiter des Pflegepersonals zeigt Ihnen dann Ihr bereits vorbereitetes Zimmer. Die
Radioiodkapsel erhalten Sie mit einem ausreichendem zeitlichen Abstand zum Mittagessen, um
eine optimale Aufnahme des Radioiods zu gewährleisten.

Wie lange dauert mein Aufenthalt auf der Therapiestation?


Die bestehende deutsche Strahlenschutzgesetzgebung schreibt eine stationäre Mindestverweildauer
von 48 Stunden vor. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen
ca. 4 Tage, im Einzelfall auch länger (z. B. bei sehr großen Schilddrüsen). Ihre
ungefähre Aufenthaltsdauer wird Ihnen im Rahmen des Radioiodtests mitgeteilt.

Was sollte ich mitbringen?

• Krankenkassenkarte, Einweisung und Kostenübernahme der Krankenkasse
• eine vollständige und aktuelle Medikamentenliste
• Prothesen (Zahnersatz), Hörgeräte und Gehilfen etc.
• Waschtasche, Reisenecessaire, Unterwäsche, eventuell ein Paar alte Hausschuhe
• Beschäftigung wie z. B. Bücher, Handy sowie Laptop und Tablet können benutzt werden

Was sollte ich Zuhause lassen?

• Zusätzliche Oberbekleidung, Handtücher, Morgenmantel. Diese werden aus Gründen der
Hygiene und des Strahlenschutzes vom Krankenhaus gestellt.
Ihre Kleidung vom Aufnahmetag wird im Schrank ihres Zimmers verwahrt. Sie können sie bei
Entlassung tragen. Das Mitbringen weiterer Kleidung ist deshalb nicht notwendig.

Kann Radioaktivität an meinen mitgebrachten Sachen haften?

Über Schweiß und andere Kontaminationswege kann radioaktives Iod an Gegenständen wie
Büchern haften. Um dies zu verhindern, bekommen Sie von uns Handschuhe. Sollte sich doch
etwas anhaften, wird dies spätestens bei Entlassung durch eine Messung Ihres Eigentums bemerkt.
In der Regel kann die Kontamination dann abgewischt werden. Gelingt dies nicht, muss
der Gegenstand durch das Personal sachgerecht entsorgt werden.

Wie sehen die Zimmer der Station aus?

Die Zimmer unserer Station im zweiten Stock haben große Fenster. In allen Zimmern ist Telefon,
Radio und TV verfügbar sowie ein eigenes WC vorhanden. Die Station 60 hat ausschließlich
Einzelzimmer.

Bin ich während des Aufenthaltes erreichbar? Darf ich Besuch in meinem Zimmer bekommen?

Während des stationären Aufenthaltes sind Sie für Ihre Angehörigen jederzeit telefonisch erreichbar.
Die Telefonnummer Ihres gebührenpflichtigen Apparates erfahren Sie am Aufnahmetag
vom Pflegepersonal. Ein Besuch ist aus Strahlenschutzgründen nicht möglich. Es können
allerdings Sachen für Sie beim Pflegepersonal abgegeben werden. Die Benutzung von Mobiltelefonen
und Tablets ist nach Absprache auf der Station möglich. Alternativ steht ihn ein
gebührenpflichtiger Festnetzanschluss zur Verfügung.

Ein Einzelzimmer? Bin ich die ganze Zeit für mich allein?

Das Pflegepersonal der Station ist rund um die Uhr für Sie ansprechbar. Täglich wird durch den
Stationsarzt eine Visite durchgeführt, welche Gelegenheit bietet, den Verlauf ihrer Therapie und
eventuelle Fragen oder Sorgen zu besprechen. Kontakt zu anderen Patienten der Therapiestation
ist aus Strahlenschutzgründen nicht vorgesehen.

Bietet die Station Möglichkeiten der Beschäftigung?

Unsere Station verfügt über eine eigene kleine Bibliothek im Strahlenschutzbereich. Es steht
Ihnen frei, sich Zeitschriften und Bücher auszuleihen.

TEXT

Wie geht es nach der Therapie weiter?

Am Abschluss eines jeden stationären Aufenthaltes steht ein Entlassungsgespräch mit dem
Stationsarzt. Dieses bietet die Möglichkeit offene Fragen zum weiteren Ablauf zu klären. Eine
dauerhafte Nachsorge ist sehr wichtig, z. B. um das eventuelle Auftreten einer Schilddrüsenunterfunktion
rechtzeitig zu erkennen. Sie können die Nachsorge bei einem niedergelassenen
Arzt durchführen. Sollten Sie noch keinen ärztlichen Ansprechpartner für die Nachsorge haben,
ist auch eine Terminvereinbarung für unsere Schilddrüsensprechstunde jederzeit möglich. Die
Telefonnummern finden Sie auf der letzten Seite.

Häufig gestellte Fragen zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

PET-CT – weltweit modernste Technik

Mit dem aktuell modernsten PET-CT-Gerät der Firma Philips (GEMINI TF) bieten wir eine hochmoderne Diagnostikmöglichkeit, um ein schnelles Untersuchungsergebnis bei Verdacht auf Karzinom im frühesten Stadium zu erzielen. Dies gilt auch im Bereich der Kardiologie bei der Frage nach Schädigung des Herzmuskels nach Herzinfarkt und bei Verdacht auf Alzheimererkrankung.
 
Mithilfe der PET und anderer nuklearmedizinischer Verfahren können durch ein Krebsleiden hervorgerufene Veränderungen im Stoffwechsel in einem sehr frühen Stadium nachgewiesen werden – schon lange bevor diese durch andere Verfahren zu erkennen sind. Der Arzt kann somit sehr frühzeitig eine optimale Behandlungsstrategie entwickeln.

Sind die radioaktiven Substanzen für den Patienten gefährlich?

Die Strahlenbelastung durch eine PET ist vergleichbar mit der durch eine Computertomographie. Ob eine der beiden Untersuchungen oder eine Kombination notwendig ist, müssen Patienten mit den behandelnden Ärzten besprechen.
Bei der PET kommen nur geringe Mengen schwach strahlender Substanzen zum Einsatz. Außerdem haben die verwendeten Stoffe eine sehr kurze Halbwertszeit. Bei der FDG, dem radioaktiv markierten Traubenzucker, ist nach knapp zwei Stunden (genauer: 110 Minuten) nur noch die Hälfte der Radioaktivität vorhanden, nach 220 Minuten nur noch ein Viertel und so weiter. Wenn der Patient nach der Untersuchung viel trinkt, wird das radioaktive Arzneimittel in der Regel schneller ausgeschieden.
Die Strahlenbelastung durch eine PET ist etwa zwei- bis dreimal so hoch wie die Strahlenbelastung, der Menschen jedes Jahr durch natürliche Radioaktivität ausgesetzt sind. Damit ist sie mit der Strahlenbelastung durch eine Computertomographie vergleichbar. Die Belastung durch eine kombinierte PET-CT ist entsprechend höher. Auf einen gesonderten Termin für eine Computertomographie kann so jedoch verzichtet werden. Durch die kombinierte Untersuchung werden meist genauere Ergebnisse erzielt. Das Risiko für Schäden durch die ionisierende Strahlung bei einer PET oder PET-CT ist gering, es kann aber nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Die PET wird allerdings auch nicht als Routineuntersuchung bei Krebsverdacht eingesetzt, sondern nur bei gezielten Fragestellungen. Die Untersuchung wird nur angewendet, wenn Ärzte den Nutzen höher einschätzen als Risiken oder mögliche Nebenwirkungen.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Nach Spritzen des radioaktiven Medikaments muss der Patient etwa eine Dreiviertelstunde warten, bis die Substanz sich im Körper verteilt hat. Anschließend werden die Aufnahmen mit dem PET- oder PET-CT-Gerät gemacht. Die eigentliche Untersuchung dauert zwischen 20 und 40 Minuten, bei bestimmten Fragestellungen auch länger. Insgesamt müssen für eine PET zwischen zwei und dreieinhalb Stunden veranschlagt werden.
Für die Nachbearbeitung und Befundung der Bilder benötigen die Ärzte noch einige Stunden. Erste Untersuchungsergebnisse erhalten die Patienten jedoch nicht selten noch am selben Tag.
 

Wie läuft die PET-CT-Untersuchung ab?

Mit modernen Geräten können eine Positronen-Emissions-Tomographie und eine Computertomographie in einer Untersuchung gemacht werden.
Als erstes spritzt der Arzt dem Patienten eine schwach strahlende Substanz in eine Armvene, zum Beispiel radioaktiv markierten Traubenzucker. Es dauert mindestens eine Dreiviertelstunde, bis sich der Zucker im Körper verteilt hat. Je nach Fragestellung und verwendeter Substanz kann es auch länger dauern. Während der Wartezeit sollte der Patient entspannt liegen. Durch Bewegung oder auch Sprechen würden die Muskeln Zucker verbrauchen, was das Untersuchungsergebnis verfälschen könnte. Genaue Anweisungen erhalten Patienten vom medizinischen Personal.
Wird eine kombinierte PET-CT-Untersuchung gemacht, bekommt der Patient außerdem oft ein Röntgenkontrastmittel.
Während der eigentlichen Untersuchung liegt der Patient auf einer Liege, die durch das Aufnahmegerät gefahren wird. Er sollte sich möglichst wenig bewegen, damit es nicht zu Bildstörungen kommt. Die vom Körper ausgehende Strahlung wird von zahlreichen Messköpfen aufgefangen. Diese sind in einem oder mehreren Ringen um den Patienten angeordnet. Im kombinierten PET-CT befinden sich die Aufnahmeeinheiten für die Positronen-Emissions-Tomographie und die Computertomographie hintereinander. So können beide Untersuchungen mit demselben Gerät durchgeführt werden.
Moderne PET-CT-Geräte haben nur eine sehr kurze "Röhre". Raumangst (umgangssprachlich auch "Platzangst" genannt) ist daher für die meisten Patienten kein Problem. Wer dennoch unter Engegefühlen leidet, kann vor der Aufnahme eine beruhigendes Medikament erhalten.
 

Was ist nach der Untersuchung zu beachten?

Bei ambulanter Untersuchung: Patienten, die vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel erhalten, sollten nach der Untersuchung nicht selbst Auto fahren und sich am besten abholen lassen.
Die radioaktive Substanz im Körper des Patienten zerfällt sehr rasch. Aus Sicherheitsgründen sollten Patienten für einige Stunden engen Kontakt mit Schwangeren, Stillenden oder Kleinkindern vermeiden. Für andere Personen besteht in der Regel keine Gefährdung.
Nach der Untersuchung dürfen Patienten wieder wie üblich essen. Damit das radioaktive Arzneimittel rasch über die Nieren ausgeschieden wird, empfehlen Ärzte den Patienten gelegentlich, möglichst viel zu trinken. Über Details informiert der untersuchende Arzt.
 

Wie muss man sich auf eine PET vorbereiten?

Die PET wird oft in der Klinik durchgeführt, so dass Patienten vor und nach der Untersuchung im Krankenhaus bleiben und entsprechend betreut werden. Patienten, die ambulant in einer Praxis untersucht werden sollen, müssen abklären, welche Vorbereitung für sie zu Hause wichtig ist, wie lange die Untersuchung voraussichtlich dauert, und was sie danach beachten sollten.
Vor der Untersuchung bekommen Patienten einen Aufklärungsbogen, auf dem der Untersuchungsablauf kurz beschrieben ist. Dort gibt es noch einige Fragen zu beantworten, die für den Arzt wichtige Informationen liefern, zum Beispiel: Welche Vorerkrankungen hat der Patient? Welche Medikamente nimmt er ein? Besteht eine Schwangerschaft? Sind Allergien bekannt? Bei dem Vorgespräch mit dem Arzt erfahren Patienten zudem, wie viel Zeit sie für die Untersuchung voraussichtlich einplanen müssen.
Für die Positronen-Emissions-Tomographie müssen Patienten meist nüchtern sein. Vor der Untersuchung erhalten Patienten in der Regel mit radioaktivem Fluor markierten Traubenzucker gespritzt, in Ausnahmefällen auch eine andere Substanz. Der Arzt erklärt genau, was und wann man das letzte Mal essen oder trinken darf.
Bei der Verwendung von Fluor und Traubenzucker ("Fluordesoxyglukose", FDG) wird anschließend die Zuckerverteilung im Körper gemessen. Da diese durch die Nahrungsaufnahme beeinflusst wird, dürfen Patienten - je nach Fragestellung - vier bis zwölf Stunden vor der Untersuchung nichts essen. Trinken dürfen die Patienten stilles Wasser, schwarzen Kaffee oder Tee, aber keine zuckerhaltigen Getränke und auch keine Milch oder Fruchtsäfte. Milchzucker und Fruchtzucker können die Untersuchungsergebnisse ebenfalls verfälschen. Zuckerkranke sollten mit ihrem Arzt besprechen, wann sie das letzte Mal vor der Untersuchung Insulin spritzen oder andere Diabetes-Medikamente nehmen dürfen. Da eine Insulingabe auf nüchternen Magen zu einer Unterzuckerung führen kann, muss am Morgen vor der Untersuchung eventuell auf das Spritzen verzichtet werden. Vor der PET-Aufnahme muss der Blutzucker gemessen werden und gut eingestellt sein.
Metallgegenstände wie Schmuck, Gürtel, Schlüssel oder Handys sollten vor der Aufnahme abgelegt werden, um auf den Bildern nicht zu stören.
 

Wer darf eine PET oder PET-CT durchführen?

Bei der Positronen-Emissions-Tomographie kommen radioaktive Stoffe zum Einsatz. Daher dürfen diese Untersuchungen nur unter der Leitung von speziell ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden, den Nuklearmedizinern. Unterstützt werden die Ärzte von ausgebildeten nuklearmedizinisch-technischen Assistenten. Meistens werden die Untersuchungen in einer Klinik gemacht, aber es gibt auch niedergelassene Nuklearmediziner mit eigener Praxis. Die radioaktiven Stoffe können nur in speziellen Labors hergestellt werden. Da dies sehr aufwendig ist und die Labors nicht überall verbreitet sind, gibt es PET-Geräte nicht in jeder Stadt. Wo in Deutschland PETs und PET-CTs zu finden sind, steht auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. unter: www.nuklearmedizin.de.
 

Wozu dient die PET in der Krebsmedizin?

Mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie können Tumoren und Metastasen im Körper nachgewiesen werden. Die radioaktive Substanz hilft, verändertes Gewebe im Körper aufzuspüren.
 

Muss ich eine Überweisung mitbringen?

Ja, da eine nuklearmedizinische Untersuchung nur auf Veranlassung einer Überweisung ausgeführt werden kann. Bitte bringen Sie eine Überweisung mit, die für das aktuelle, laufende Quartal ausgestellt ist.

Was muss ich zur Untersuchung mitbringen?

◦ Überweisungsschein
◦ Versicherten-/Chipkarte
◦ Befunde und Aufnahmen früherer Untersuchungen, sofern vorhanden
◦ Allergieausweis, sofern vorhanden

Welche Patienten können untersucht/ behandelt werden?

Als Praxis des Ambulantes Gesundheitszentrum der Charité können alle gesetzlich oder privat versicherten Patienten in unserer Praxis untersucht bzw. behandelt werden. Zusätzlich werden stationäre Patienten der Charité untersucht bzw. behandelt.

Kann ich während der Untersuchung Schmuck/ Prothesen tragen?

Vor der Durchführung der Szintigraphie sollten sie Schmuck und metallische Gegenstände (Gürtel, Münzen, Schlüssel, Handy, Feuerzeug) ablegen. Hierfür steht ein entsprechendes Behältnis bereit, welches während der Untersuchung im Untersuchungsraum verbleibt. Zahnprothesen, Herzschrittmacher und Implantate stören die Untersuchung nicht.

Muss ich meine Medikamente vorher absetzen?

Diese Frage kann nicht generell beantwortet werden. Dies ist individuell verschieden. Sofern spezielle Medikamente vor der Untersuchung abgesetzt werden müssen, wird Ihnen dies bei der Terminvergabe mitgeteilt werden. Hierzu können Sie sich auch auf den Seiten der entsprechenden Patienteninformationen informieren. In jedem Falle bringen Sie bitte eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente mit.

Muss ich für die Untersuchung nüchtern sein?

Abgesehen von Untersuchungen im PET/CT, Untersuchungen des Herzens und des Magen-Darm-Traktes müssen Sie für die Durchführung nuklearmedizinischer Untersuchungen nicht nüchtern sein.

Ist die Radioaktivität gefährlich?

Die Strahlenbelastung ist gering. Sie ist häufig geringer als die von vergleichbaren Röntgenuntersuchungen. Die Höhe der anzuwendenden Radioaktivität wird zuvor genau festgelegt. Sie richtet sich nach den Empfehlungen der Europäischen Fachgesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) und der Deutschen Fachgesellschaft für Nuklearmedizin (DGN). Die applizierten Substanzen werden sehr gut vertragen. Allergische Reaktionen sind nicht bekannt.

Was muss ich nach der Untersuchung beachten?

Bis zu zwei Stunden nach Untersuchungsende meiden Sie bitte den engen körperlichen Kontakt zu Schwangeren und Kleinkindern. Gegenüber anderen Personen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Sie können ohne Beeinträchtigung mit Ihrem Auto fahren, Ihre Arbeit wiederaufnehmen oder nach Hause zurückkehren.

Können Untersuchungen während der Schwangerschaft/ Stillzeit durchgeführt werden?

Nein. Eine Schwangerschaft sollte vor der Durchführung der Szintigraphie ausgeschlossen sein. Ultraschalluntersuchung und Laborwertkontrollen (z. B. im Rahmen der Schilddrüsendiagnostik) sind jederzeit möglich. Sofern Sie stillen muss zur Durchführung der Untersuchung eine spezielle Vorbereitung erfolgen, um das Stillen bis zu 24 Std. nach applizierter Radioaktivität unterbrechen zu können.

Können auch Kinder untersucht werden?

Ja. Kinder werden in der Praxis nur in Begleitung und mit dem vorherigen schriftlichen Einverständnis eines Erziehungsberechtigten untersucht. Kinder erhalten eine entsprechend niedriger dosierte Radioaktivität. Die Dosis richtet sich nach den Empfehlungen der Europäischen Fachgesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) und der Deutschen Fachgesellschaft für Nuklearmedizin (DGN).

Abschließend ist für uns von Bedeutung zu wissen,

• ob sie an chronischen Erkrankungen leiden (z. B. Asthma bronchiale; Diabetes mellitus)
• welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen
• ob eine Schwangerschaft vorliegt, oder Sie zur Zeit stillen

Ich habe noch weitere Fragen. An wen kann ich mich wenden?

Sollten Sie weitere Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese gerne beim Abschlussgespräch
des Radioiodtests und auch bei der Aufnahme auf der Station 60.