Neuroendokrine Tumore und Therapiemöglichkeiten

Neuroendokrine Tumore (NET) sind meist langsam wachsende, aber dennoch bösartige Raumforderungen. Sie verursachen häufig durch Hormonproduktion (z.B. Serotonin) Symptome wie Durchfall oder anfallsartige Hautrötung (Flush).

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Tumorbehandlung an der Klinik für Nuklearmedizin

Die operative Entfernung des Tumors ist die primäre und beste Therapiemöglichkeit sofern durchführbar und ermöglicht damit die Heilung. Im Zustand der Metastasierung (Streuung von Tumorzellen über die Lymphe u./o. Blutbahn) kann eine Operation mitunter nicht mehr möglich sein. Hier kommen andere, palliative Behandlungsverfahren zur Anwendung. Eine Chemotherapie ist bei langsamem Wachstum nur eingeschränkt wirksam. Die Biotherapie mit Somatostatin-analogen Substanzen kann in nicht sehr weit fortgeschrittenen Stadien hingegen sehr wirksam sein und Tumorwachstum wie auch eine eventuelle Hormonausschüttung hemmen. Dabei bindet ein Körperhormon-ähnlicher Wirkstoff (z.B. Sandostatin) an die Somatostatinrezeptoren der Tumorzellen. Es hemmt damit das Tumorwachstum, lindert bzw. beseitigt Beschwerden wie Durchfälle oder Flush, jedoch führt es in der Regel nicht zu einer Reduzierung der Tumormasse. Die Peptidrezeptor-vermittelte Radionuklid-Therapie (Peptid-Radiorezeptortherapie; PRRT) wird bei Patienten mit metastasierten neuroendokrinen Tumoren durchgeführt, welche nicht operabel sind. Bei der PRRT wird eine radioaktiv markierte, ebenfalls dem körpereigenen Hormon Somatostatin ähnliche Substanz verwendet, die an spezifische, sich vor allem in den Tumorzellen befindende Rezeptoren bindet. So können durch die radioaktive Strahlung mit kurzer Reichweite (nur wenige Millimeter)

Die Klinik für Nuklearmedizin beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Einsatz von radioaktiv markierten Eiweißen und Antikörpern zum Tumornachweis sowie zur Tumortherapie. Bezüglich der Diagnostik und Therapie neuroendokriner Tumore haben sich in den letzten Jahren einige interessante Entwicklungen aufgetan, die vorliegende o.g. Substanz stellt den momentan versprechensten Ansatz dar - ursprünglich entwickelt und eingeführt durch Spezialisten aus dem Erasmus Medical Center Rotterdam, Holland.
Die meisten neuroendokrinen Tumore können mit radiomarkierten Peptiden, die an Somatostatinrezeptoren binden, sehr gut dargestellt werden. Zahlreiche etwas differierende Peptide wurden hierbei angewendet, und letztlich unterscheiden sich die einzelnen Somatostatinanaloga (die Peptide, die an die genannten Rezeptoren binden) hinsichtlich der Bindungs- und Körperverteilungseigenschaften (Rezeptoraffinität und Biodistribution). Das hier verwendete Octreotate, gekoppelt an Lu-177 (Halbwertszeit 6,71 Tag) via DOTA, zeigte hervorragende Eigenschaften in vorangegangenen präklinischen Untersuchungen sowie in ersten veröffentlichten Therapiestudien bei Patienten mit metastasierten neuroendokrinen Tumoren. Die Verträglichkeit der Therapie kann ebenfalls als sehr gut bezeichnet werden.

In Ihrem Fall soll mittels o.g. Substanz eine Radionuklidtherapie durchgeführt werden mit der Absicht die bekannten Tumorläsionen zu verkleinern oder gar einzuschmelzen. Die bisher vorliegenden Resultate an kumulativ über 2500 Therapien sind im Vergleich zu anderen konventionellen Verfahren sehr gut, was die Ansprechrate, die Dauer des Ansprechens und Hemmung des Tumorwachstums sowie die Kontrolle von Tumor-bedingten Beschwerden betrifft. Ebenso sind die Nebenwirkungen (Toxizität) im Vergleich zu den gängigen Chemotherapie-Protokollen gering. Der langfristige

Wichtige Hinweis für PRRT Patienten

  • Mindestens 48 Stunden stationärer Aufenthalt nach dem Therapie erforderlich
  • Stationäre Aufnahme 1-2 Tage vor der Therapie
  • Monatliche Gabe von Sandostatin / Somatuline / Pasireotid / Lanreotide mindestens 4 Wochen vor der Therapie absetzen
  • Subkutane Sandostatininjektionen mindestens 48 Stunden vor der Therapie absetzen
  • Keine Chemotherapie in den letzten 3-6 Monaten


Bitte bringen Sie den Einweisungsschein für Station 60 mit.

Bitte faxen Sie aktuelle Laborwerte (kleines Blutbild, Kreatinin, Harnstoff) zwei Wochen vor dem stationären Aufnahme-Termin.

Sie können gerne auch Ihren eigenen Laptop / iPad/ etc. mitbringen.

Ansprechpartner - Tel: 030-450- 557 120

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