Entzündungsszintigraphie

Bei der Entzündungsszintigraphie wird nach einem Entzündungsherd im Körper gesucht – zum Beispiel wenn Fieber bzw. Fieberschübe vorkommen, deren Ursache unklar ist. Außerdem können entzündliche Veränderungen nach Operationen nachgewiesen oder ausgeschlossen werden.

Die Entzündungsszintigraphie ist oft die Voraussetzung für das weitere therapeutische Vorgehen.

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Szintigraphie durch Markierung weißer Blutkörperchen: es zeigt sich eine fortgeschrittene Entzündung am Darm.

Bei der Entzündungsszintigraphie wird nach einem Entzündungsherd im Körper gesucht. Dies kann in einer Situation der Fall sein, in der Fieber bzw. Fieberschübe vorkommen, die Ursache aber nicht gefunden wurde. Außerdem können entzündliche Veränderungen nach Operationen (z.B. Einbringung von Fremdkörpern bei künstlichen Hüft- oder Kniegelenken) nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Das Untersuchungsergebnis erleichtert die Entscheidung zum weiteren therapeutischen Vorgehen (z.B. die Einnahme von Antibiotika oder Operationsindikation).

Da für die verschiedenen Fragestellungen und verschiedenen Abschnitte des Körpers unterschiedliche radioaktive Arzneimittel zur Fahndung nach einer Entzündung benutzt werden, können hier nur allgemeine Informationen gegeben werden: Üblicherweise wird eine geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels in eine Vene gespritzt, das sich dann den Weg zum Entzündungsherd sucht. Es kann ein Eiweißstoff benutzt, der sich an weiße Blutkörperchen anlagert, es können aber auch die körpereigenen Zellen markiert werden. Nach etwa 4 und 24 h werden Aufnahmen vom gesamten Körper oder einzelnen Körperabschnitten angefertigt, um auch langsam zunehmende Anreicherung im vermuteten Entzündungsherd zu erfassen. Die Aufnahmen dauern üblicherweise 30 min. Gegebenenfalls können zusätzliche 3D-Aufnahmen bestimmter Körperabschnitte erforderlich sein, die ebenfalls rund 30 min in Anspruch nehmen.