Nebennierenszintigraphie

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Die Nebennieren sitzen jeweils am oberen Pol der rechten und linken Niere und bestehen aus zwei unterschiedlichen Anteilen, dem Nebennierenmark und der Nebennierenrinde. Das Nebennierenmark produziert die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, die Nebennierenrinde die sogenannten Kortikoide (z.B. Kortison), die auch für den Stoffwechsel sowie den Wasser- und den Salzhaushalt mitverantwortlich sind.

Stellt der Arzt anhand von körperlichen Anzeichen oder durch eine Laboruntersuchung fest, daß eine Überfunktion der Nebennieren vorliegt, kann die Nebennierenszintigraphie hilfreich sein, den Ursprungsort der vermehrten Hormonproduktion zu orten. Solche hormonaktiven Herde kommen nicht nur in den Nebennieren selbst vor, sondern können auch von Absiedelungen im Bauch und Brustraum herrühren.

Bei der Nebennierenmarkszintigraphie wird eine schwach radioaktive Menge Jod-123 markiertes MIBG intravenös appliziert und im Regelfall wird nach 4 und 24 h eine Szintigraphie angefertigt. Es wird nach Orten gefahndet, die sich mit zunehmender Zeitdauer intensiver darstellen. Eventuell ist eine weitere Aufnahme nach 48 h erforderlich.

Die für die Nebennierenszintigraphie angewendete radioaktive Substanz enthält eine geringe Menge freien radioaktiven Jods. Dieses freie Jod könnte von der Schilddrüse aufgenommen werden, was jedoch unerwünscht ist. Daher wird vor der Nebennierenuntersuchung eine sogenannte Schilddrüsenblockade mit Natriumperchlorat durchgeführt.

In der Vorbereitung dürfen bestimmte Medikamente für eine gewisse Zeit nicht eingenommen werden, um das Untersuchungsergebnis nicht zu verfälschen. Für die Untersuchung können Sie gerne gefrühstückt haben.