Therapie mit I-131-MIBG (Metaiodobenzylguanidin-Therapie / MIBG-Therapie)

Die Therapie mit Jod-131-MIBG ähnelt in ihrem Grundprinzip der Radiojodtherapie, nur wird nicht die Jodspeicherung von Schilddrüsenzellen als Therapieprinzip genutzt, sondern die MIBG-Anreicherung in bestimmten neuroendokrinen Tumoren der Nebenniere, des Verdauungstraktes und seltenen Tumoren wie z. B. das medulläre Schilddrüsenkarzinom. Die Therapie muss aufgrund der deutschen Strahlenschutzgesetze stationär durchgeführt werden.

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Praktische Durchführung

Die Patienten sind häufig Kinder und werden auf unserer nuklearmedizinische Therapiestation am Standort Virchow-Klinikum aufgenommen. Zunächst erfolgen ein ausführliches Gespräch und eine Aufklärung über die möglichen Nebenwirkungen der MIBG-Therapie mit unserem Stationsarzt. Dann wird eine intravenöse Verweilkanüle (in der Regel an einer Armvene) gelegt, damit das Radiopharmakon sicher injiziert werden kann. Anschließend wird das Radiopharmakon über 10 min langsam über die Venenverweilkanüle injiziert. Anschließend müssen Sie für mindestens 48 h auf der Station bleiben.