Geschichte der Nuklearmedizin am Campus Charité Mitte

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Nuklearmedizin am Campus Charité Mitte

Bereits im Jahre 1956 wurde ein Isotopenlabor und eine Radionuklidtherapiestation unter der Leitung von Dr. med. Ernst Wilhelm Dörffel in der Charité eingerichtet. Seit diesem Zeitpunkt war z. B. die Schilddrüsendiagnostik und Therapie in der Charité möglich.  Ein zweites Isotopenlabor kam 1958 hinzu und wurde durch Dr. med. J. Kiesling aufgebaut. Der Schwerpunkt dieses zweite Isotopenlabors lag bei der Funktionsdiagnostik z.B. der Nieren und der Herz-Kreislauf-Diagnostik.

1973 konnte dann die In-vitro-Diagnostik eingeführt werden und 1975 folgte die Errichtung einer Radiochemie unter Leitung des Chemikers Dr. Seidler. Die erste Gammakamera konnte 1974 ihren Betrieb aufnehmen.

Ebenfalls 1974 wurde der Lehrstuhl für Nuklearmedizin eingerichtet. Es war der erste Lehrstuhl an einer Universität in der DDR. Herr Professor Dr. med. Hans-Jacob Correns war der erste Lehrstuhlinhaber.

Ein langjähriger Arbeitsschwerpunkt der Klinik für Nuklearmedizin war die Herz-Kreislauf-Diagnostik. Natürlich wurden aber auch alle anderen Methoden der Nuklearmedizin durchgeführt. Professor Correns erweiterte die Nuklearmedizin kontinuierlich, sodass im Jahr 1986 sechs Gammakameras zur Verfügung standen und die Planung eines PET-Zentrums angegangen wurde.

Professor Correns wurde 1987 emeritiert und Herr Professor Dr. med. Volker Pink folgte ihm bis zum Jahr 1992 nach. 1993 erhielt Professor Dr. med. Dieter Ludwig Munz den Ruf auf den Lehrstuhl für Nuklearmedizin der Charité Campus Mitte, den er bist Anfang 2009 inne hatte.

Seit März 2009 ist Herr Professor Dr. med. Winfried Brenner Direktor der neugeschaffenen Klinik für Nuklearmedizin an den Standorten Campus Charité Mitte und Campus Virchow-Klinikum. Er ist ebenfalls Fachlicher Leiter des Bereiches Nuklearmedizin des Ambulanten Gesundheitszentrums an den Standorten Mitte, Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin.

Der Standort Mitte ist, wie auch die beiden anderen Standorte, mit herkömmlichen und modernen Geräten ausgestattet, sodass das gesamte Spektrum der nuklearmedizinischen Diagnostik mit modernster Technik durchgeführt werden kann.

Das PET-Zentrum mit einem Zyklotron zur Herstellung der PET-Radiopharmaka am Standort Mitte und dem PET-Scanner sowie einem sog. "Baby-Zyklotron" zur Produktion von radioaktivem O-15-Wasser am Standort Virchow-Klinikum ist seit 1996 in Betrieb. 2005 wurde erstmals ein PET/CT-Gerät installiert, welches 2010 durch ein Gerät der neuesten Generation mit Time-of-Flight Technologie ersetzt wurde.